Produktbeschreibung

KUSIMANTEN
Marie-Theres Härtel, Viola/Stimme
deeLinde, Cello/Stimme
Tamara Lukasheva, Stimme

Das musikalische Geschehen verortet sich auf „Bleib ein Mensch“ auf einer stilistisch sehr offenen Ebene. Die Stücke gleichen einer ereignisreichen Reise durch die verschiedensten klanglichen Umgebungen – von der Klassik geht es ins Kammermusikalische, vom Jazz hin zu den verschiedensten Folkloren, von der musikalischen Tradition des europäischen Westens in die des Ostens. Da und dort klingen dann auch einmal etwas Funk und Pop durch. Eine erfrischend wilde Mischung, die sich jeder eindeutigen Kategorisierung auf ganz wunderbare Weise entzieht.

Es ist aber nicht nur die musikalische Vielfalt, die den Ton angibt und das Dargebotene zu einem Erlebnis werden lässt. Vor allem der unkonventionelle Umgang mit den einzelnen Elementen sprengt jeden gewöhnlichen Rahmen. Die Kusimanten üben sich auch im Experimentellen und in den freien Formen, sie improvisieren genüsslich und lassen auch den schrägen Klängen jeden Raum. Hinzu kommt die sehr variantenreiche Stimme von Tamara Lukasheva, die – sowohl solistisch wie auch im Mehrgesang mit den beiden Kolleginnen – jedem Stück ihre ganz eigene, unverkennbare Note verleiht.
Eine ganz eigene musikalische Sprache

Was aus dieser Menge an Verschiedenem entsteht, ist ein ungemein vielschichtiger und lebendig pulsierender Sound, der sich auf spannende Weise in den unterschiedlichsten emotionalen Farben, Schattierungen und Intensitäten ausdrückt. Mal geht es in unerhört lässiger Weise richtig groovebetont zur Sache, dann wieder üben sich die Kusimanten in der gediegenen musikalischen Eleganz. Dazwischen lässt es das Trio geheimnisvoll und exotisch zugehen oder es einfach nur in schönster Weise berührend melancholisch werden.

„Bleib ein Mensch“ ist ein Stück Musik, das vor allem wegen seiner stilistischen Unschärfe zu gefallen weiß. Marie-Theres Härtel, deeLinde und Tamara Lukasheva verwirklichen in ihren Nummern eine musikalische Sprache, die man in dieser Form bislang noch selten gehört hat. Der Klang der Kusimanten hat etwas erfrischend Neues an sich, einen Ton, der einen wirklich genauer hinhören lässt.

Michael Ternai